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Winzerverein Hagnau

Der Winzerverein Hagnau eG wurde am 20. Oktober 1881 von Parrer Dr. Heinrich Hansjakob
gegründet und ist die älteste Winzergenossenschaft Badens.

Heute werden in Hagnau von 105 Mitgliedern des Winzervereins auf einer Rebfläche von 145 ha
rund 1,2 Millionen Liter Wein pro Jahr erzeugt.

Seit 1993 wird in Hagnau auf der gesamten Rebfläche konsequent kontrolliert umweltschonerder Weinbau betrieben. Diese umweltschonende Bewirtschaftung, die Weinlese, die ausschließlich von Hand erfolgt, sowie der durch kleine Familienbetriebe geprägte Weinbau ist in Hagnau die Grundlage für die gleichbleibend hohe Qualität der Weine.

Kontolliert umweltschonender Weinbau, das heißt, Schädlinge werden auf natürliche Weise bekämpft. Hierzu gehört aber auch
eine gezielte Bodenbehandlung und -bepflanzung unter den Rebstöcken. Die notwendige Düngung der Rebe wird durch Entnahmen von Bodenproben und deren Analysen festgelegt.

Gegen den Traubenwickler wird die so genannte "Verwirrmethode" eingesetzt. Im Frühjahr vor Beginn des Mottenfluges werden
Pheromonampullen ( Lockstoffampullen ) in den Weinbergen ausgebracht, deren Duftwolken den Duftkompass des männlichen Traubenwicklers stören. Eine Massenvermehrung wird dadurch verhindert.

Nicht verzichten kann der Hagnauer Winzer auf den Einsatz von Fungiziden, um Pilze, wie Mehltau zu bekämpfen. Durch gezielte Blattanalysen wird diese Behandlung kontrolliert.

Seit Jahren sind auf kleinen Parzellen pilzresistente Sorten im Versuchsanbau. Die neuen Sorten sind widerstandsfähig gegen die Mehltaukrankheiten der Rebe und wenig anfällig für die Botrytisfäule der Trauben. Sie müssen gegen diese Schadpilze nicht vorbeugend gespritzt werden. Dies unterstützt das Bemühen um einen umweltschonenden und ökologisch ausgerichteten Weinbau.

Der Schriftsteller und Bürgerrechtler Dr. Heinrich Hansjakob, Gründer der Winzergenossenschaft Hagnau und Pfarrer seit 1869 in Hagnau

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